Kapitel 1 – Die Reise beginnt

Es war einmal ein kleines Marienkäfer-Mädchen, das sich auf eine große Reise begeben hatte. Sie wollte was von der Welt sehen und neue Freunde finden. Sie wollte viel erleben und spannende Dinge machen. Also beschloss sie mit den Albatrossen zu reisen und ganz weit zu fliegen. Dorthin, wo ihre kleinen Flügel sie nie hätten hin tragen können. Da sie das Wasser und besonders das Meer sehr liebte, wollte sie ihre Reise dann mit den Walen fortsetzen. Ihre über alles geliebte Schwester war gerade mir einer Gruppe bunter Käfer und anderen Tiere im Palmenland unterwegs, um mit ihrer Musik dort aufzutreten. Also bot es sich an sie dort zu besuchen.

Schon die Reise dorthin war ein Abenteuer. Die imposanten Albatrosse boten Platz für viele kleine Tiere, die alle etwas von der großen weiten Welt sehen wollten, es aus eigener Kraft aber nicht über die Grenzen schafften. Da war Denise, die kleine Waldameise, sie wollte ihre Verwandten in den Rocky Mountains besuchen. Oder Herbert der Regenwurm, der unbedingt mal nach Chicago wollte, um das höchste Haus der Welt zu sehen. Goldfisch Franny hatte von den geheimnisvollen Geschichten um das Bermuda- Dreieck gehört und wollte jetzt selbst herausfinden, was es damit auf sich hatte. Sie alle und weitere Käfer, Ameisen, Würmer, Schmetterlinge und andere Kleintiere hatten sich alle auf der großen Wiese am Waldesrand versammelt. Da kam auch schon der majestätische Albatros angeflogen. Mariechen war ganz aufgeregt. Sie schleppte ihren schweren Koffer zu dem Albatros, der rechts und links Boxen für ́s Gepäck umgeschnallt hatte. Zwei flinke Waldmäuse halfen ihr alles sicher zu verstauen. Dann suchte sie sich einen bequemen Platz im Gefieder des Vogels. Sobald alle saßen und sich angeschnallt hatten, zog der Albatros seine Fliegerbrille auf, spannte einmal die Flügel und startete dann durch, dem fernen Paradies entgegen.

Mariechen hatte sich extra einen Platz an der Seite gesucht. Von hier aus konnte sie beobachten, wie alles – ihr Wald, die Wiesen, die Häuser der Menschen, aber auch ihre Freunde, der Teich und der kleine Bach, in dem sie so gerne baden ging, immer kleiner und kleiner wurde, bis sie plötzlich durch eine Wolke tauchten und alles ihrem Blick entschwand. So hoch war sie noch nie gewesen. Vereinzelt trafen sie auf ein paar Möwen, Raben und Tauben und nach einiger Zeit kam ihnen ein Schwarm Wildgänse entgegen, die nach Afrika wollten. Sie grüßten die kleine Fluggruppe freundlich. Schon bald lösten sich die Wolken ein bisschen auf und als Mariechen nach unten schaute konnte sie nur noch Wasser sehen. Soweit das Auge reichte. Ihr kleines Marienkäferherz schlug schneller. Das war alles so aufregend und auch so unglaublich beglückend, dass Mariechen ein breites Grinsen im Gesicht hatte. Sie waren jetzt schon eine lange Zeit unterwegs gewesen und die Sonne senkte sich langsam auf den Horizont. All die vielen neuen Eindrücke, die Aufregung und die dünnere Luft hatten Mariechen sehr müde gemacht. Sie versuchte sich mühsam wach zu halten, um nichts von diesem Abenteuer zu verpassen, aber als die Sonne anfing ins Meer zu tauchen, war sie schon erschöpft eingeschlafen. Der Albatros aber flog auch im Dunkeln zielsicher und unermüdlich immer weiter.

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